Der Begriff Kammgriff stammt aus dem Gerätturnen. Gemeint ist der Griff an Reck oder Barren, bei dem du die Stange von unten fasst. Die kleinen Finger zeigen dabei zueinander. In der Fitnesssprache sagen die meisten schlicht Untergriff, an der Klimmzugstange sprichst du dann vom Chin-up.
Wo du dem Begriff begegnest
- In Turnvereinen und im Schulsport, wenn Reckübungen beschrieben werden.
- In Anleitungen für Aufschwünge oder Felgen, wo der Griff vorgegeben ist.
- In älteren Trainingsbüchern, die Ober- und Untergriff turnerisch benennen.
Gegenstück und Mischform
Das Gegenstück ist der Ristgriff, also der Obergriff. Wird mit je einer Hand im Ober- und im Untergriff gegriffen, spricht man im Turnen von einem Zwiegriff. Beim Klimmzug ist so ein Wechselgriff möglich, belastet beide Seiten aber verschieden. Wenn du ihn nutzt, solltest du die Seiten regelmäßig tauschen.
Auf die Praxis übertragen
Die Kräfte entsprechen denen des Untergriffs: Der Bizeps ist stark beteiligt, der Latissimus bleibt Hauptmuskel. Wichtig ist eine feste Stange, die sich nicht verdreht, und Handgelenke, die sich wohlfühlen. Wenn du Reckübungen ausprobieren willst, brauchst du zusätzlich Platz und einen sicheren Stand der Stange, etwa im Garten.
Stabile Modelle findest du in unserer Übersicht der Reckstangen. Wie sich die gängigen Handstellungen im Training auswirken, erläutert der Ratgeber Klimmzug-Griffarten.
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